Elternabend zur Konzeptionsvorstellung

Am 29. Nov. 2016 hatten wir alle Eltern zur offiziellen Vorstellung unserer neuen Konzeption in den festlich gestylten Bürgersaal der Gemeinde eingeladen.

Nach 1 ½ Jahren intensiver Planung u. Fortbildung, nach einer praktischen Erprobungsphase und nach vielen Diskussionen in den Arbeitsgruppen lag sie nun druckfrisch in unseren Händen und erfüllte uns mit großem Stolz.

Die Konzeption war notwendig geworden, weil sich die Altersstruktur der angemeldeten Kinder veränderte. Viele Krippenkinder und nur wenige Dreijährige suchten einen Platz in unserer Kita.

Durch die Aufnahme aller 2,5 jährigen Kinder in unsere beiden Kindergartengruppen und das teiloffene Arbeiten konnten wir den Bedürfnissen der Familien nach einem Krippenplatz gerecht werden und mehr Mit- und Selbstbestimmung der Kinder ermöglichen.Das teiloffene Konzept bietet viele Chancen, die Individualität jedes einzelnen Kindes zu fördern. Gleichzeitig bieten wir den Kindern mit unseren Stammgruppen eine sichere Oase.

Unterstützt wurden wir auf diesem Weg von Kerstin Maltere, Fachberaterin des Caritasverbands für die Diözese Würzburg und Uta von Hasselbach, Dipl. Psychologien bei denen wir uns sehr herzlich bedanken möchten.

Von einigen Eltern wurde die neue Konzeption schon mit Spannung erwartet und auch alle Teammitglieder fieberten dem Abend entgegen.

Tanja Meßner, Leiterin der Kita, begrüßte alle Eltern. Danach stellte sie zusammen mit Martina Parche wichtige Passagen der neuen Konzeption vor. Sie gaben einen Einblick in die 60 jährige Geschichte der Institution Kindergarten unseres Ortes, sprachen über die Leitziele unserer pädagogischen Arbeit und wie Partizipation (Beteiligung und Mitbestimmung aller Kinder jedes Alters) in unserer Einrichtung gelebt wird.

In vielen Videosequenzen konnten die Eltern beobachten, wie bei uns im Alltag gruppenübergreifendes Arbeiten aussieht, wie altershomogene und altersgemischte Aktivitäten ablaufen und wie die Kinder mitbestimmen und ihr Spiel selbst gestalten.

Nach den theoretischen Ausführungen durften die Eltern nun selbst in die Rolle ihrer Kinder schlüpfen und in verschiedene Angebote zum Thema „Herbst – Impressionen“ einsteigen. Davon machten alle auch rege Gebrauch, waren neugierig und interessiert.

Beim Erlebnisturnen gingen Lena und Nina mit den Eltern auf eine Herbstwanderung. Alle durften durch imaginäre Pfützen hüpfen, die Äpfel vom Baum pflücken und durch Blätterhaufen stapfen. Diese Abenteuer machten allen viel Spaß, waren aber auch ziemlich schweißtreibend und endeten erst, als ein Regen alle ins Haus schickte.

Zum kreativen Gestalten luden Anja und Tatjana ein und hatten dafür viel herbstliches Naturmaterial mitgebracht.

Zunächst aber herrschte auf den Papieren und wohl auch in den Köpfen gähnende Leere. Phantasie und Kreativität brauchen Zeit, um zu wachsen. Als die ersten Fabelwesen aber Gestalt annahmen, gab es für alle kein Halten mehr. Immer ausgefallenere Ideen wurden umgesetzt. Die Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist aber rein zufällig. Zur Freude der Kinder wurden die Kunstwerke der Eltern im Flur präsentiert.

Tanja und Sonja brachten den Eltern unsere Art der Sprachförderung näher. Wir wollen nicht belehren sondern mit Freude zum Erzählen, Fragen, Sprechen, Reimen u. Singen anregen.

Das Märchen von König Grrr und dessen Töchtern machte den Eltern ebenso viel Spaß wie allen Kindern. Mit ihrer Mimik und Gestik zog Sonja alle Eltern in ihren Bann und beim Nacherzählen wurden manche Lachmuskeln trainiert.

Jenny und Inga luden zu einer herbstlichen Klanggeschichte ein und wollten den Eltern eine Form der musikalischen Früherziehung näherbringen. Die Eltern fühlten sich in die Abenteuer eines Igels ein und vertonten diese mit einer Vielzahl von Instrumenten. Die anschließenden Tonaufnahmen begeisterten die Eltern.

In der Experimentierwerkstatt von Lisa und Martina erzeugten Herbstblätter u. Kerzen so manches Aha – Erlebnis.

Beim Zuordnungsspiel von Herbstblättern u. Früchten arbeiteten die Eltern oft im Team zusammen. Als umweltfreundlichen Laubsauger probierte jeder gerne selbst seine Lungen aus. Viel Puste oder viel Köpfchen brauchten die Eltern dann zum Löschen von Kerzenflammen. Beim anschließenden Fachsimpeln trat viel verlorengeglaubtes Schulwissen wieder zu Tage. Neugier, staunen, fragen, begründen sind Fähigkeiten, die wir auch bei den Kindern fördern wollen.

Nach dem praktischen Teil trafen sich Eltern und Team noch einmal im Bürgersaal zum geselligen Austausch und stießen auf die neue Konzeption und den gelungenen Abend an.

Liebe Eltern,

 

bei Interesse können Sie die Konzeption gern ausleihen. Bitte wenden Sie sich an Ruth Noe-Schuhmacher oder Tanja Meßner.