Ein Besuch im Ohrmuseum Gelnhausen

Auf diesen Tag hatten sich die Vorschüler des Zwergenlandes, Blankenbach schon lange gefreut. Aufgeregt starteten wir zu einer Exkursion nach Gelnhausen, um das Ohr zu erforschen. Im Vorschultreff hatten wir gegenseitig unsere Ohrmuscheln untersucht, Geräuschespiele gemacht und in Büchern das innere Ohr betrachtet. Aber wir hatten ja noch viel mehr Fragen zum Ohr.

 

Im Ohrmuseum wurden wir von einer freundlichen Museumsführerin begrüßt. Sie erklärte uns, warum sich das Ohrmuseum gerade in Gelnhausen befindet: Es ist Philipp Reis zu verdanken, einem Sohn der Stadt, welcher das erste Telefon vor mehr als 150 Jahren erfand.

So ein altes Modell aus Holz und noch viele weitere antike Stücke durften wir dann betrachten und ausprobieren.

Wir sprachen seinen berühmten Satz durchs Telefon und fühlten uns wie Philipp Reis persönlich. Dieser hatte seinem Schüler, welcher weitab auf einem Zwetschgenbaum saß, telegraphiert; "Ein Pferd frisst keinen Gurkensalat." Die Experimente zum Sichtbarmachen der Schallwellen begeisterten alle sehr. Da hüpften Reiskörner auf der Folie, wenn man auf die Trommel schlug, da summte Lidias Ohrring, wenn sie eine Stimmgabel daran hielt und mit einem Metallkleiderbügel konnten wir Kirchturmglocken läuten hören.

Am spannendsten war für alle die Klettertour mitten hinein in das riesengroße Ohr. Am Ohrläppchen stützten wir uns ab, kletterten durch die Ohrmuschel und den Gehörgang und rutschten neben dem Trommelfell ins Innenohr. Dort bestaunten wir die Gehörknöchelchen und die Gehörschnecke. Alles wirkte ziemlich echt, aber den Ohrenschmalz und die Haare gab es zum Glück nicht. Als wir aus dem Ohrinneren wieder auftauchten, waren wir randvoll mit Eindrücken und Erlebnissen.

Alle Vorschüler möchten sich bei Simone Adler, Ines Riermeier und Martina Streb für die freundlichen Taxidienste bedanken.