Unsere Waldtage im Herbst

Wenn morgens Nebelschwaden über die Wiesen ziehen und seidige Spinnenfäden in der Luft schweben, dann sprechen die Großen vom "Altweibersommer". Genau dieses Wetter hatten wir Zwergenländer uns für unsere Waldtage gewünscht.

So wanderten wir voller Ideen, Vorfreude und Tatendrang in den Erlenbacher Wald hinein. Der Wald begrüßte uns mit seinem Blätterrauschen und Vogelzwitschern. Wir revanchierten uns mit unserem neuen Waldlied.

Unser altes Waldsofa stand noch da und nach einigen Schönheitsreparaturen konnten wir gemütlich frühstücken. Doch danach hielt uns nichts mehr, wir wollten los, um zu forschen, zu bauen und zu entdecken. Unsere "Tunnelrutsche" und die Tipis von den letzten Waldtagen gab es noch. Alles wurde mit großem Eifer begutachtet, repariert und ausgebaut. Die älteren Jungen arbeiteten dabei eng zusammen, planten gemeinsam und halfen sich gegenseitig. Die anderen spielten in den Tipis, balancierten über Baumstämme, spielten verstecken und beobachteten Asseln, Würmer und Schnecken. Zur Mittagszeit hatte Johann´s Mama Pizzabrötchen für uns zubereitet und wir langten alle tüchtig zu. Frische Luft und viel Bewegung machen eben hungrig!

Am 2. Tag waren wir besonders kreativ und unsere Fantasie kannte keine Grenzen. Wir kneteten aus Matschepampe Baumgesichter, kleine Igel, einen Waldengel und Matschknödel. Die Mädchen ritten auf Baumstämmen, wie Reiter auf einem Pferd oder rollten den Hang hinab.

Aus der Tunnelrutsche wurde nun ein Bergwerk. Wir gruben nach Steinen und richteten ein Steinmuseum ein. An diesem Tag hatte Tane´s Mama über 100 Pfannkuchen für uns gebacken, die wir allesamt verputzten.

Am 3. Tag beobachteten wir die Tiere des Waldes. Da fanden wir Nacktschnecken und ganz viele Schneckeneier, die wie Perlen in der Sonne glänzten. Auch Tausendfüßer, Asseln und Spinnen ließen wir über unsere Hände krabbeln. Die größten Entdeckungen des Tages waren ein junger Feuersalamander und ein Tintenfischpilz.

Zur Mittagszeit bewirtete uns Antje´s Mama mit Würstchen, Brötchen und viel Gemüse.

Viel zu schnell vergingen die Tage in der Natur aber unsere Eindrücke und Erlebnisse werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Alle Waldkinder bedanken sich ganz herzlich bei den Mamas, die uns so lieb bekocht haben.